Parkett – Kosten, Vor- und Nachteile

1. Allgemein

Wussten Sie schon?

Wussten Sie schon? Der Begriff Laminat wird nicht nur für verklebte Bodenbeläge verwendet, sondern auch für andere Erzeugnisse, die aus zwei oder mehr Schichten bestehen. Z.B. ein Personalausweiß, der aus mehreren Kunststoffschichten besteht.

2. Kosten

Die Kosten für Parkett können stark variieren. Günstiges Parkett ist im Angebot schon ca. für 15-20 € den Quadratmeter zu erstehen. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Exklusive und extrem hochwertige Parkettböden können schon einmal 200 €/qm oder mehr kosten.

Durchschnittlich sollten Sie bei einem guten Parkettboden mit ca. 40-80 €/qm rechnen.

Neben den reinen Materialkosten, kommen noch Kosten für Verlegung und Zusatzmaterial hinzu. Je nach Untergrund und Parkettart sind auch hier die Kosten sehr unterschiedlich. Klickparkett wie Schiffsbodenparket bspw. lässt sich aufgrund einfacher Klicktechnik relativ schnell und einfach verlegen.

Exklusiveren Parkettböden oder ausgefallenen Verlegemustern sind entsprechend aufwändiger und teurer. 
Damit das Parkett vor Feuchtigkeit geschützt ist, ist eine Lage Feuchtigkeitssperre wichtig. Ebenso eine Trittschalldämmung. Hier fallen noch einmal insgesamt 5-10 €/qm an.

Langfriste Pflege

Holzböden sollten regelmäßig gepflegt werden. Dazu gehört auch das Abschleifen und Versiegeln. Je nach Parkettart können hierfür 20-35 €/qm anfallen.

Preis pro qm

Kosten Verlegung pro qm

Feuchtigkeitssperre / Trittschalldämmung

20-200€

15-50€

5-10€

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3. Vorteile und Nachteile

Vorteile

Nachteile

Langlebig und belastbar

Hohe Anschaffungskosten im Vergleich zu Laminat  oder Designböden

Parkett kann abgeschliffen werden. Kratzer und Dellen lassen sich so beheben.

Je nach Parkettart und Verlegemuster schwer zu verlegen.

Hohe Wohnqualität durch lärmdämmenden und hygiensiche Eigenschaften

Nur bedingt im Nassbereich einsetzbar

Exklusivität 

4. Parkettarten und Material

1. Stabparkett

Stabparkett ist der Klassiker unter den Parkettarten und besteht aus einzelnen massiven Holzstücken (Stäben). Sie sind traditionell zwischen 25-100 cm lang und 4-8 cm breit und 1,5-2,2 cm dick. Die einzelnen Bretter werden durch die vorgefräste Nut und Feder miteinander verbunden. Das Stabparkett wird dabei auf einen Holzuntergrund genagelt oder mit einem anderen Untergrund verklebt. Es kann in unterschiedlichen Variationen (Fischgrät, Englischer Verband, Parallel etc.) verlegt werden. Das Abschleifen und eine Versiegelung erfolgen nach dem Verlegen.

2. Mosaikparkett

Das Mosaikparkett (Lamellenparkett) besteht aus 0,8-10 cm dicken Holzlamellen und besitzt keine Nut und Feder. Üblicherweise werden quadratische Lamellen mit den Maßen 12 oder 16 cm verlegt. Es wird in verschiedenen Holz- und Verlegearten angeboten. Auch bei Mosaikparkett kann die Oberflächenveredelung selbst bestimmt werden. Aufgrund der geringen Aufbauhöhe eignet sich das Mosaikparkett auch sehr gut für eine Fußbodenheizung.

3. Lamparkett

Das Lamparkett ähnelt dem Stabparkett, ist jedoch nur 10-11 mm stark. Durch diese Stärke kann Lamparkett meist auch dort eingesetzt werden, wo zuvor ein Teppich oder andere Bodenbeläge verlegt waren. Es eignet sich also besonders bei Renovierungen. Lamparkett hat keine Nut und Feder und wird daher wie ähnlich wie Mosaikparkett verlegt

4. Hochkantlamellenparkett

Hochkantparkett ist mehr oder weniger ein Abfallprodukt von Mosaikparkett. Lamellen, die für das Mosaikparkett nicht geeignet sind werden hochkant miteinander verbunden. Aufgrund der großen Stärke von 22 mm, ist das Parkett besonders solide und kann häufiger geschliffen werden. Es wird daher häufig im Gewerbebereich eingesetzt und wird auch Industrieparkett genannt. In den letzten Jahren wird Hochkannlamellenparkett aber auch wegen seiner beliebten Optik vermehrt auch im privaten Bereich verlegt.

5. Massivdiele

Massivholzdielen bestehen aus einem massiven Stück. Sie haben ein großflächiges Format von min. 12 cm breit und 1,20 m lang. Das Massivholzparkett ist sehr langlebig und qualitativ extrem hochwertig, da nur ganze Holzstücke verwendet werden.

6. Tafelparkett

Tafelparkett heißt auch französisches Parkett und überzeugt durch seine hochwertige und individuelle Optik und gilt als besonders edel. Es besteht aus quadratischen miteinander verleimten Tafeln, die zu verschiedenen Mustern und Motiven (Rauten, Sternen etc.) gearbeitet werden. Häufig auch in der Kombination von unterschiedlichen Hölzern.

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5. Beanspruchung und Nutzungsklassen

Die Wahl der Nutzungsklasse hängt immer vom geplanten Einsatzgebiet und der Beanspruchung des Bodenbelags ab. Zunächst wird zwischen dem privaten Wohnbereich, einer gewerbliche Nutzung und der Industrie unterschieden. Im privaten Wohnbereich gelten hier die Nutzungsklassen 21 bis 23. Für einen Gewerbebetrieb empfiehlt sich eine Nutzungsklasse von 31 bis 34. Soll der Bodenbelag in der Industrie verwendet werden gelten die Nutzungsklassen 41 bis 43. Steht fest in welchem Bereich der Boden zum Einsatz kommen wird, müssen Sie sich Gedanken machen, wie stark der Boden im Alltag belastetet wird. Je nachdem wir häufig und wie stark ein Boden beansprucht wird, sollte die entsprechende Nutzungsklasse gewählt werden. Wir helfen Ihnen bei der Klassifizierung mit der Nachfolgenden Tabelle, die alle Nutzungsklassen und Symbole verständlich auflistetet. 

Eine ausführliche Übersicht zu allen Nutzungsklassen finden Sie hier: Alle Nutzungsklassen im Detail.

Privater Bereich

Nutzungsklasse 21-23

Gewerbebereich

Nutzungsklasse 31-34

Industrie

Nutzungsklasse 41-43

6. Darauf sollten Sie achten – 5 Tipps!

Fünf schnelle Tipps und Tricks, die Sie beachten sollten, wenn Sie sich für einen Laminatboden entscheiden. 

  • Laminat Stärke

    Achten Sie darauf, dass das Laminat eine Stärke von mindestens 7mm aufweist. Ist das Laminat regelmäßig einer höheren Belastung ausgesetzt, sollten Sie lieber eine Stärke von 8mm oder höher wählen.

  • Der Preis

    Günstiges Laminat finden Sie bereits ab 3€/qm. Wer jedoch auf der Suche nach Qualität ist, sollte ab 10€/qm investieren.

  • Nutzungsklasse

    Für den privaten Wohnbereich benötigen Sie eine Nutzungsklasse von 21-23. Für den gewerblichen Bereich 31-34. Hier sehen welche Nutzungsklasse für welche Räumlichkeit (z.B. Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Büro) geeignet ist.

  • Trittschalldämmung

    Für jedes Laminat empfiehlt sich die Verlegung einer zusätzliche Trittschalldämmung. Die Ausnahme bilden Laminate, die bereits eine integrierte Trittschalldämmung besitzen.

  • Verlegung

    Besonders das beliebte Klicklaminat lässt sich auch von Laien leicht selbst verlegen. Hier können Handwerkerkosten gespart werden. Aber Vorsicht: Informieren Sie sich im Voraus über Verlegetechniken, benötigtes Werkzeug und Zubehör sowie das Anbringen von Sockelleisten. Oder entscheiden Sie sich für eine schnelle und unkomplizierte Verlegung vom Profi.

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